Neues aus dem Pilgerland

Gestern bin ich leider nur bis Puente la Reina gekommen, da mich eine gemeine Bindehautentzündung ein wenig behindert hat, um nicht zu sagen, mein Sehvermögen um gut die Hälfte eingeschränkt hat.

Aber Dank des lokalen Centro de Salud und der benachbarten Farmacia und ihrem Vorrat an Augentropfen, ist heute alles wieder gut.
Als die Pilger heute morgen in der Herberge gegen vier angefangen haben, ihre Rucksäcke zu packen, inklusive des üblichen Geknisteres mit Plastiktüten, hatte ich zwei Möglichkeiten: Liegenbleiben und ärgern oder aufstehen und aufbrechen. Letzteres war eine gute Entscheidung und so saß ich um kurz nach halb sechs auf dem Rad.

Das Auge war wieder OK und ich hatte die berühmte Brücke für mich allein.

Auf den Straßen so gut wie kein Verkehr und den Sonnenaufgang im Rücken.

Und ein paar schöne Dinge, wie diese alte, längst vergangene Autowaschanlage habe ich auch gefunden. Firma Krüger, bitte den Wartungsvertrag erfüllen.

In Irache dann natürlich den Abstecher zum Weinbrunnen gemacht. Aber mehr als ein kleiner Schluck ist morgens um acht nicht so tricky.

Dort habe ich einen Radfahrer aus München kennengelernt. Ein cooler Typ. Zusammen sind wir bis Logroño gefahren und haben unterwegs noch eine Pause in Viana gemacht. Direkt vor der Kirche. Dort, also nicht in, sondern vor der Kirche ist Cesare Borghia begraben.

Auf dem Platz, wo früher die Tiere angebunden waren. Die Navarrer haben ihn so gehasst, dass sie ihn dort verscharrt haben, wo die Maultiere hinscheißen.

Jetzt ist Herberge in Navarrete angesagt und ein entspannter Abend.

2 Kommentare zu „Neues aus dem Pilgerland

  1. Es ist so krass zu sehen, mit welchem Tempo du an den Orten vorbei heizt, die ich mühsam in mehreren Tagesetappen erlaufen habe. Navarette – Ort, an dem ich Shampoo und Duschgel vergaß und die erste überkandidelte Goldkitschkirche entdeckte…

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    1. Na ja, hetzen war das nicht. Mit dem Rad ist man halt schneller als zu Fuß. Die Erfahrung hat gezeigt, dass ich mit dem Rad etwa drei der Etappen schaffe, die ich 2005 zu Fuß gegangen bin. Richtig schön ist es bergab gewesen. Die armen Fußpilger müssen in der Hitze abwärts keuchen, während ich die Beine hochgenommen und den Fahrtwind genossen habe.

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